Rhonchopathie (Schnarchen)

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Patientenaufklärungsbogen:
Radiofrequenzvolumenreduktion am weichen Gaumen bei sozial störendem Schnarchen

Liebe Patientin, lieber Patient,

zur Behandlung Ihres sozial störenden Schnarchens schlägt Ihnen Ihr Arzt einen minimal- invasiven Eingriff vor.
Dieser Aufklärungsbogen soll Ihnen einige wichtige Informationen über die möglichen Gründe Ihres Schnarchens geben und gleichzeitig die Chancen und Risiken der Radiofrequenz-Volumenreduktion am weichen Gaumen aufzeigen.
Vor dem Eingriff führt Ihr Arzt ein Gespräch mit Ihnen. Bitte stellen Sie dabei alle Fragen, die Sie dazu haben.

Gründe für das Schnarchen

Schnarchen ist ein weit verbreitetes Problem – an sich keine Erkrankung. Es entsteht meist durch ein Flattern des weichen Gaumensegels. Das Gaumensegel ist zu groß und zu schlaff. Bei gestörter Nasenatmung erhöht sich dieses Problem. Auch ein Zurückfallen des Zungengrundes gegen den Kehldeckel kann den Luftstrom beim Atmen vermindern und das Schnarchgeräusch verstärken. Wenn während der Nacht vermehrt Atemstillstände (Atemaussetzer) auftreten, liegt ein Schlafapnoe Syndrom vor. Dies sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen und ggf. in einem Schlaflabor überprüfen lassen. Hier ist die Radiofrequenzvolumenreduktion nur eine ergänzende Therapieform.

Konventionelle, nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

  • Gewichtsreduktion
  • Nikotin- und Alkoholverzicht vor der Nachtruhe
  • Kieferschienen, die während der Nacht getragen werden

Operative Behandlungsmethoden

  • Nasen- und Nasennebenhöhlenoperationen zur Beseitigung von Verengungen
  • Gaumensegeloperationen (Uvulapalatopharyngoplastik-UPPP)
  • Kieferchirurgische Korrekturen
  • Radiofrequenzvolumenreduktion am weichen Gaumen

RADIOFREQUENZVOLUMENREDUKTION

Eine feine bipolare (2 dünne Nadeln) Sonde wird nach entsprechender örtlicher Betäubung in den weichen Gaumen eingeführt. Für einen kurzen Zeitraum von 5 -9 Sekunden erfolgt das Einbringen eines besonders hochfrequenten modulierten Stromes sehr niedriger Energie.

Dadurch erwärmt sich das Gewebe, wodurch es abstirbt. Die Sonde ist technisch so gebaut, dass keine Erwärmung der Oberfläche entsteht. Das so gezielt zerstörte Gewebe wird dann langsam vom Körper abgebaut. Damit entsteht allmählich eine Reduktion des Volumens und eine Straffung des Gaumensegels und mehr Raum für den Atemstrom. In dem Maße wie die Volumenreduktion eintritt vermindert sich allmählich das Schnarchgeräusch. In manchen Fällen ist es notwendig, die Behandlung im 6 – 8 Wochenabstand zu wiederholen. Außerdem können die Nasenmuscheln (Schwellkörper innerhalb der Nase) mit in die Behandlung einbezogen werden. Dies kann mit der Radiofrequenzsonde oder mit Laser ausgeführt werden.

WAS MERKE ICH NACH DEM EINGRIFF ?

  • leichte bis mittlere Schmerzen im Hals
  • Schnarchgeräusch verschwindet nicht schlagartig
  • Rötung des Gaumens
  • feine weiß-gelbliche Verfärbung an der Einstichstelle – verschwindet nach ca. 2 Wochen
  • Schluckstörungen wie bei einer leichten Halsentzündung

Seltene Risiken

  • Perforation des Gaumens durch Abszessbildung
  • starke Schwellungen an den behandelten Stellen
  • informieren Sie Ihren Arzt, ob Sie blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen!

ERFOLGSCHANCEN

Die Radiofrequenzvolumenreduktion zur Schnarchtherapie ist ein neues minimal-invasives Operationsverfahren. Da es ein noch sehr junges OP-Verfahren ist, liegen noch keine umfangreichen Statistiken vor. Bisher wird von einer Erfolgsrate von über 80% ausgegangen. Da die Schnarchursachen jedoch vielseitig sind, kann keine ERFOLGSGARANTIE gegeben werden.

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