Auch nach 10 000. Eingriff “keine Routine”

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Im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus steht heute ein besonderes Ereignis an: Hartmut Michalski, HNOArzt und plastischer Operateur, führt
immerhin seine 10 000. Operation durch. Der Professor, der bundesweit zu den bekanntesten Experten für plastische Eingriffe im Gesichtsbereich gehört,
kooperiert bereits seit 1993 mit dem Leipziger Krankenhaus Bethanien. Seit der Zusammenführung der Klinik mit dem Diakonissenkrankenhaus werden stationäre Eingriffe in der dortigen Belegabteilung vorgenommen – man sieht nun regelmäßig dort Patienten mit Ohrenklappen und Nasenbinden auf dem Klinikgelände. Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch die Anästhesisten der Praxis von Bernd Schönrath.

Vorwiegend Ohroperationen zur “Sanierung” und Hörverbesserung, minimal-invasive beziehungsweise endos k o p i s c h – m i k r o s k o p i s c h e Nasennebenhöhlen-Operationen, Scheidewandkorrekturen sowie ästhetische Eingriffe würden durchgeführt. Wobei sich die Kooperation mit der Klinik in vielfacher Hinsicht bewährt habe, so Michalski: “Das Equipment ist da, die OP-Schwestern haben sich eingefuchst, und meine Patienten fühlen sich im Diakonissenkrankenhaus wohl.”

Nach Studium, Promotion und Ausbildung zum HNO-Facharzt war er lange Jahre am Leipziger Uni-Klinikum tätig, bevor er 1993 eine eigene Praxis eröffnete. Bereits 1978 widmete er sich nach Studienaufenthalten in Wien und Prag dem Aufbau einer Abteilung für plastisch-rekonstruktive Chirurgie an der Uni-Klinik. Zuletzt wirkte Michalski als Direktor der Klinik für HNO-Heilkunde.

Er habe auch schon Prominente wie Boris Becker im Diakonissenkrankenhaus behandelt, hieß es. In den vergangenen Jahren, so der Professor, hätten sich die Behandlungsmethoden schon deutlich verbessert. Allerdings seien auch die Erwartungen gestiegen. Eine ganz bestimmte Erwartung hält erallerdings für gerechtfertigt: “Jeder Patient hat den Anspruch, dass der Doktor ihm seine ganze Aufmerksamkeit widmet. Es gibt keine Routine-Operationen.” Das gelte für ihn und sein OPTeam auch heute, beim 10 000. Eingriff.

A. Rau.

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